Willkommen in Kamerun
Kaum aus dem Flieger ausgestiegen war eines sofort
festzustellen und kam einem wie eine Wan entgegen: heißes und feuchtes Klima.
Nach den Kontrollen und Gepäckband ging es dann durch die
Tür nach draußen wo gleich 3 super nette und strahlende Frauen mich mit einem
Schild in Empfang nahmen. Lange und feste Umarmungen, als würde man sich schon
ewig kennen und als man hätte sich gegenseitig vermisst.
Ein schöner Start!
Danach ging es zum Auto und weiter nach Limbe. Angeblich
sollte die Fahrt bei guten Verkehrsverhältnissen eine Stunde dauern. Trotz
freier Straßen waren es dann doch über 2 Stunden, was mir gleich eine Idee vom
Zeitgefühl in Kamerun vermittelte.
Unterwegs habe ich kaum Fragen gestellt, da ich viel zu
beschäftigt war wie ein kleines Kind mit großen Augen aus dem Fenster zu
schauen. Menschen, Natur, Verkehr und noch viel mehr haben mich beschäftigt
gehalten. Nach einer Weile hielten wir an der Straße um uns etwas zu Essen zu
besorgen. Kleine Grills am Straßenrand mit zahlreichen Sachen die ich so nicht
kannte.
Von getrockneten Kuhschwänzen über Gebärmutter einer Kuh bis
hin zu anderen Dingen die ich gar nicht alle erfragen konnte. Für uns gab es
dann erstmal Fleisch, welches über dem Grill befestigt war und in dünnen
Streifen abgeschnitten wurde. Es erinnert ein wenig an Döner nur dass es ein
einziges großes Stück Fleisch handelte. Neben dem Stand laufen die Hühner umher
und der Staub wird von den Fahrzeugen aufgewirbelt.
Ich als weiße wurde von allen freundlich angegrinst und etwas
beobachtet. Jedoch bisher kein Vergleich zu den Erlebnissen in Indonesien, wo
die Menschen in Massen hinter mir hergelaufen sind.
Nach etwa 2,5 Stunden wurde ich dann bei meiner Gastfamilie
abgesetzt.
Sie stellte sich mit Madam Oben oder Mami Oben vor. Der
Vater stellte sich hingegen mit dem Vornamen Francis vor und sein Sohn Moses.
Die anderen 3 Kinder sind bereits ausgezogen.
Die Familie macht einen sehr netten Eindruck. Allerdings
fällt es mir schwer sie besser einzuschätzen. Ich denke das wird mit der Zeit
kommen. Das Haus ist für die Verhältnisse hier riesig angelegt wohingegen die
Einrichtung sehr spartanisch und alt ist. Fließend Wasser gibt es im Badezimmer
nicht weshalb ein großes Becken und Schöpfkelle bereit stehen. Im kleinen
‚Garten‘ ist ein Mango-, Orangen- und Avocadobaum zu finden.
Nach der Ankunft ging es weiter in die Kirche, da dort ein
Chor zu Gast war. WOW! Solch perfekte Stimmen und Gesang. Auf Religion wird
hier insgesamt sehr großen Wert gelegt, egal ob zu Hause oder in der Schule.
Gesprochen werden hier zig Sprachen und Slangs. Für die
Region hier ist Piging recht verbreitet. Trotzdem kommen so viele Sprachen
zusammen, dass in den Schulen Englisch und Französisch als Haupt- und
Unterrichtssprache verwendet werden. Durch die damaligen englischen und
französischen Kolonien ist je nach Region die eine oder andere Sprache als
Hauptsprache vertreten.
Das Englisch hier ist jedoch gewöhnungsbedürftig für mich,
da ein strenger Akzent vertreten ist und auch das Vokabular nicht mit dem anderer Länder vergleichbar ist. Umgekehrt werde ich jedoch auch des Öfteren
gefragt, meine Sätze zu wiederholen. Insgesamt klappt die Verständigung jedoch
recht gut.
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