Dienstag, 6. Mai 2014

Willkommen in Kamerun

Willkommen in Kamerun


Kaum aus dem Flieger ausgestiegen war eines sofort festzustellen und kam einem wie eine Wan entgegen: heißes und feuchtes Klima.
Nach den Kontrollen und Gepäckband ging es dann durch die Tür nach draußen wo gleich 3 super nette und strahlende Frauen mich mit einem Schild in Empfang nahmen. Lange und feste Umarmungen, als würde man sich schon ewig kennen und als man hätte sich gegenseitig vermisst.

Ein schöner Start!

Danach ging es zum Auto und weiter nach Limbe. Angeblich sollte die Fahrt bei guten Verkehrsverhältnissen eine Stunde dauern. Trotz freier Straßen waren es dann doch über 2 Stunden, was mir gleich eine Idee vom Zeitgefühl in Kamerun vermittelte.
Unterwegs habe ich kaum Fragen gestellt, da ich viel zu beschäftigt war wie ein kleines Kind mit großen Augen aus dem Fenster zu schauen. Menschen, Natur, Verkehr und noch viel mehr haben mich beschäftigt gehalten. Nach einer Weile hielten wir an der Straße um uns etwas zu Essen zu besorgen. Kleine Grills am Straßenrand mit zahlreichen Sachen die ich so nicht kannte.
Von getrockneten Kuhschwänzen über Gebärmutter einer Kuh bis hin zu anderen Dingen die ich gar nicht alle erfragen konnte. Für uns gab es dann erstmal Fleisch, welches über dem Grill befestigt war und in dünnen Streifen abgeschnitten wurde. Es erinnert ein wenig an Döner nur dass es ein einziges großes Stück Fleisch handelte. Neben dem Stand laufen die Hühner umher und der Staub wird von den Fahrzeugen aufgewirbelt.
Ich als weiße wurde von allen freundlich angegrinst und etwas beobachtet. Jedoch bisher kein Vergleich zu den Erlebnissen in Indonesien, wo die Menschen in Massen hinter mir hergelaufen sind.
Nach etwa 2,5 Stunden wurde ich dann bei meiner Gastfamilie abgesetzt.
Sie stellte sich mit Madam Oben oder Mami Oben vor. Der Vater stellte sich hingegen mit dem Vornamen Francis vor und sein Sohn Moses. Die anderen 3 Kinder sind bereits ausgezogen.
Die Familie macht einen sehr netten Eindruck. Allerdings fällt es mir schwer sie besser einzuschätzen. Ich denke das wird mit der Zeit kommen. Das Haus ist für die Verhältnisse hier riesig angelegt wohingegen die Einrichtung sehr spartanisch und alt ist. Fließend Wasser gibt es im Badezimmer nicht weshalb ein großes Becken und Schöpfkelle bereit stehen. Im kleinen ‚Garten‘ ist ein Mango-, Orangen- und Avocadobaum zu finden.
Nach der Ankunft ging es weiter in die Kirche, da dort ein Chor zu Gast war. WOW! Solch perfekte Stimmen und Gesang. Auf Religion wird hier insgesamt sehr großen Wert gelegt, egal ob zu Hause oder in der Schule.
Gesprochen werden hier zig Sprachen und Slangs. Für die Region hier ist Piging recht verbreitet. Trotzdem kommen so viele Sprachen zusammen, dass in den Schulen Englisch und Französisch als Haupt- und Unterrichtssprache verwendet werden. Durch die damaligen englischen und französischen Kolonien ist je nach Region die eine oder andere Sprache als Hauptsprache vertreten.

Das Englisch hier ist jedoch gewöhnungsbedürftig für mich, da ein strenger Akzent vertreten ist und auch das Vokabular nicht mit dem anderer Länder vergleichbar ist. Umgekehrt werde ich jedoch auch des Öfteren gefragt, meine Sätze zu wiederholen. Insgesamt klappt die Verständigung jedoch recht gut.

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