Nach einem Tag Pause nahmen wir direkt die nächste große
Strecke auf uns: Erneut nach Kribi.
Mit Madame Oben fuhren wir nach Douala wo wir den Bus
wechseln mussten. Da ich die Strecke bereits kannte dachte ich, dass es ganz
einfach wird. Allerdings stellte sich dann heraus, dass die Busgesellschaft die
wir das letzte mal genommen hatten, die Strecke nach Kribi eingestellt hatte.
Somit mussten wir erneut durch die ganze Stadt fahren (was hier wirklich ewig
dauert auf Grund des heftigen Verkehrs) um zu einer anderen Gesellschaft zu
gelangen. Im frankophonen Bereich des Landes wird nur selten Englisch
gesprochen, was die ganze Kommunikation enorm erschwert. Daher waren wir
dankbar, dass Madame Oben dabei war und alles mit uns klärte. Zudem kannte sie
die Preise und wusste sofort, dass uns der Taxifahrer übers Ohr hauen wollte
(3000 anstatt 500 pro Person). Nachdem wir erfolgreich unseren Bus gebucht
hatten, machte sie sich auf den Weg ins Krankenhaus um ein paar jährliche Tests
machen zu lassen und wir uns auf den Weg nach Kribi.
Nach etwa 8 Stunden kamen wir an, checkten schnell in das
bereits bekannte Hotel ein und machten uns auf den Weg zum Strand. Dort genossen
wir das Meer und den Sound der brechenden Wellen J
Kein Geschrei, Lärm…. Nur ein paar starrende Blicke auf unsere weiße Haut und
ab und zu ein aufdringlicher Fotograf. Dann eine schöne Dusche unter
flieeeeeßendem Wasser J
Keine Schüssel oder Schöpfkelle! Und weiter in die Bar für etwas zu Essen und
ein paar Bierchen. Zudem gab es noch eine kleine afrikanische Schildkröte für
Steffi, da sie an diesem Tag Geburtstag hatte.
Am nächsten Morgen wollten wir dann erneut zu dem Wasserfall
der ins Meer mündet sowie die Pygmies besuchen. Der erste englischsprachige Motorradfahrer
bestätigte, dass er wüsste wohin wir wollen. Er brachte uns jedoch nur an einen
anderen Teil des Strandes, woraufhin wir darauf bestanden, dass er uns zurück
bringt und wir natürlich nichts zahlten. Wir waren sicher, dass es nicht an
sprachlichen Barrieren lag sondern ein um einen Versuch uns das Geld aus der
Tasche zu ziehen. Danach fanden wir einen anderen Fahrer, der uns zum gewünschten
Ort brachte. Dort kamen wir sofort mit einem Mann ins Gespräch, welcher
scheinbar der Organisator für die Pygmieausflüge zu sein scheint. Nach einer
längeren Preisverhandlung ging es dann mit einem Kanu flussaufwärts. An einer
Stelle hielten wir um die Affen in den Bäumen herumspringen zu sehen. Danach
ging es weiter flussaufwärts zum Dorf der Pygmies, wo 40 Menschen wohnen.
Kleine Strohhütten mitten im Wald; zum Teil kleinwüchsige Menschen, einfachste
Bedingungen. Mehr Kinder als Erwachsene; Inzucht ist hier selbstverständlich.
Ein großer Teil Kameruns ist nicht mit Straßen verknüpft und liegt komplett im
Wald. Hier finden sich noch immer unzählige Dörfer; teilweise mit runden
Lehmhütten und Einwohner mit Palmblättern bekleidet. Die Regierung hat versucht
diese Menschen aus den Wäldern zu holen und in Schulen zu schicken, was jedoch
wenig erfolgreich war. Die Pygmies weigern sich und tragen enorm zur
Überwilderung in Kamerun bei. Spannend solch ein Leben aus der Nähe zu
betrachten, auch wenn man sich ein wenig wie ein Zoobesucher fühlte.
Touristisch aufgezogen empfand ich es nicht, da man wirklich ‚einfach‘ als
Besucher vorbei kam und einen Spaziergang machen konnte. Die Situation und das
Leben dort war echt und nicht nachgestellt.
Nach einem kurzen Aufenthalt ging es wieder mit dem Kanu
zurück und um Wasserfall. Da wir diesmal nicht am Wochenende sondern unter der
Woche dort waren, waren wir quasi die einzigen vor Ort. Nur ein paar
Einheimische und Kinder die Fußball spielten. Wir legten die Füße hoch und
zwitscherten uns ein Bier nach dem anderen J
Was ein Leben. Später kamen wir noch mit zwei Jungen (22 und 25 Jahre alt) ins
Gespräch, welche nur einzelne englische Worte beherrschten. Trotzdem hatten wir
einen netten Austausch und haben gemeinsam Fußball gespielt. Wir gaben ihnen
zudem meine Handynummer um uns später in einer Bar zu treffen. Da wir jedoch
schon super müde waren, hatten wir uns spontan dagegen entschieden. Nun bekomme
ich jedoch täglich Nachrichten von Aaron, die noch einmal Aufschluss über die
Kultur geben.
‚Becareful
for you! God night honey‘; Queen City kiss <3 1 life 1 lov 1 wife; Hi
Melissa good slip darling? And Stephanie? It is the heart of love! I
really like him. Iam very raving mad. I feel bad about not see you. Take care for you‘; ,Is it possible to meet
you today angel?’; ,How do you door? And Stephanie?’; ‘Good night Darling! Take
care, big Ice kiss’; ‘I miss you’; ….
è
Und das alles nach nur 1-2 Stunden Konversation
Aber hier ist das mit der ‘Liebe’ eh so eine Sache. Einige
Jungs haben zig Freundinnen gleichzeitig; die Frauen nehmen die Männer aus; Jeder
hat mit jedem Spaß…. Primär die Männer sind untreu…
Am nächsten Morgen ging es für uns dann nochmal kurz an den
Strand mit einem Buch in der Hand. Mittags ging es dann schon zurück nach
Limbe, was auf Grund des extremen Verkehrs in Douala etwa 8-9 Stunden gedauert
hat. Puh. Diese Fahrten in den engen Bussen und Autos ist mega anstrengend.