Mittwoch, 4. Juni 2014

Mount Cameroon - Die Vorbereitungen

Am Wochenende wollte ich gerne einen Trip starten und den Mount Cameroon (4040m), den höchsten Berg und aktiven Vulkan in Westafrika besteigen. Laut Reiseführer sollte es in Buea, was nur 45min von hier entfernt ist, ein ‚Reisebüro‘ geben, welches Informationen und Guides bereitstellt. Daher machte ich mich am Donnerstag mit meiner Gastmutter auf den Weg, was natürlich den Zeitplan wie gewohnt aus dem Ruder laufen ließ. Aber dies hatt ich schon zeitlich mit eingerechnet ;-)
In Buea (gesprochen: Boja) angekommen, fragten wir zig Taxifahrer ob sie uns zum genannten Reisebüro bringen könnten. Doch keiner schien es zu kennen. Wir entschieden daher zum Markt zu fahren, da dieser als Adresse angegeben war. Unterwegs fuhren wir dann ungewollt an einem anderen Touristenbüro vorbei welches wir dann umgehend ansteuerten. Was wir fanden war jedoch nur eine Baustelle und eine Tafel mir einer Telefonnummer. Die Bauarbeiter ließen uns dann wissen, dass das Büro nur freitags geöffnet sei. Daher wollte ich dort am nächsten Morgen anrufen.
Nach einer durch den Regen erzwungenen Pause machten wir uns auf den Weg zu dem Denkmal der 50jährigen Widervereinigung. Malereien mit Figuren als Repräsentanten für alle 10 Regionen des Landes schmückten den Hintergrund farbenfroh. Auch hier musste Madame Oben wieder unbedingt Geld für ein überteuertes und schlechtes Sofortfoto ausgeben.
Im nächsten Atemzug kam ein anderer Mann auf uns zu um uns alles Mögliche über das Denkmal zu erzählen. Zudem würde er sich um das nahe gelegene deutsche Denkmal und deutsche Gräber kümmern. Trotz der interessanten Informationen war ich wieder einmal skeptisch. Warum erzählt er uns das alles? Er will bestimmt ein Trinkgeld… etc.. Die typischen Stories die mir bei solchen ‚Verkäufern‘ und ‚Fotografen‘ in den Kopf kommen. Es stellte sich heraus, dass sein Engagement auch nicht ganz uneigennützig war. Es stellte sich heraus, dass er ein Guide ist und unter anderem Wanderungen auf den Mount Cameroon organisiert. Genau das kam mir ja gerade recht J
Es war dann nur noch eine Frage des Preises und des Datums. Und schon war es für das Wochenende geplant. Das einzige Problem war: Madame Oben begreiflich zu machen, dass das eine WANDERUNG ist und kein 2km-Spaziergang. Sie war wirklich sooooo davon überzeugt, dass sie mit kommt und dass sie das schafft. Nach langer Diskussion und ein paar nicht so netten Kommentaren meinerseits kam die Nachricht zum Glück an. Sie war zwar etwas gekränkt, aber eine aufhaltende und nach kurzem aufgebende Madame Oben hätte auch keinem geholfen. John, der Führer, war zum Glück auch sehr feinfühlig und hat ihr angeboten die erste Strecke mit zu kommen (etwa 500m) und sie dort an einer Hütte mit Palmenwein zurückzulassen. Das war dann ein kleines Trostpflaster für sie.

Somit ging es den gleichen Abend wieder zurück nach Limbe, da ich am Freitag arbeiten musste. Auf dem Weg platze dann ein Reifen des Minibus, was allerdings gar kein Problem war. Nach und nach wurden andere Busse angehalten und wir Paarweise abtransportiert. Die entsprechende Bezahlung wurde vom ersten an den zweiten Bus übergeben und war wirklich gut organisiert und lobenswert, auch wenn es sich bei solchen Situationen um keine Seltenheit handelt.

Am nächsten Tag wollte ich nach der Schule wieder nach Buea um noch Lebensmittel für die Wanderung einzukaufen und in dem zweiten Haus der Familie zu übernachten. Aus ‚nach der Schule‘ wurde dann 9Uhr abends, was auf Grund der kurzen Entfernung zum Glück kein so großes Problem war. Ich hatte sicherheitshalber schon vorher in Limbe alles eingekauft, da ich schon damit gerechnet hatte. Man lernt ja dazu ;-)

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